Die Vorstellung des aktualisierten Leitbildes für die Universitäts- und Hansestadt Greifswald verzögert sich leicht.
Oberbürgermeister Dr. Arthur König sagte zur Begründung, zum einen habe es innerhalb der beauftragten Prognos AG Personalveränderungen und einen neuen Ansprechpartner für Greifswald gegeben. „Zum anderen haben wir den Zeitplan eindeutig zu ehrgeizig gesteckt. Die Fülle der Themen, Vorschläge und Anregungen war so imens, dass wir die Diskussion darüber und die Auswertung nicht in ein enges, vorgegebenes Zeitkorsett zwängen wollten. Stattdessen haben wir die Präsentation des Abschlussberichtes auf das 2. Halbjahr 2010 verschoben.“
Wie der Oberbürgermeister weiter informierte, hat die Prognos AG inzwischen den Entwurf des Endberichtes vorgelegt. Sowohl die zuständigen Ämter als auch die Stadtmarketing-Arbeitskreise hätten noch einmal die Gelegenheit bekommen, dazu Stellung zu nehmen. Bis Ende Mai solle nun der Abschlussbericht fertig gestellt werden.
Dieser wird Anfang Juni durch Prognos zunächst vor dem Senat und den Vorsitzenden der Stadtmarketing-Arbeitskreise vorgestellt, bevor er am 14. Juni im Hauptausschuss diskutiert wird. Die Endpräsentation des fortgeschriebenen Leitbildes erfolgt bei einer Abschlussveranstaltung im Herbst 2010. Die Bürgerschaft wird im Anschluss den Vorschlag diskutieren und das eigentliche Leitbild beschließen.
Zahlreiche Experten unterstützten die Fortschreibung
Die öffentliche Diskussion um die Fortschreibung des Leitbildes für Greifswald brachte sieben Leitthemen hervor. Sie sollen künftig die Schwerpunkte für die weitere Entwicklung der Universitäts- und Hansestadt bilden.
Diese sind:
- Wissenschaft und Wirtschaft
- Bildung und Fachkräfte
- Gesundheit
- Kultur und historisches Erbe
- Lebensqualität
- Umwelt- und Klimaschutz
- Regionales Zentrum und Vernetzung
Jedes dieser Themen ist mit speziellen Handlungsfeldern untersetzt. Im Bereich Lebensqualität sind dies beispielsweise: „Mobilität und Barrierefreiheit“, „Familienfreundlichkeit“, „Wohnen und Soziales“, „Maritimes Flair“ sowie „Weltoffenheit und Toleranz“.
Für die Konkretisierung des bisherigen Leitbildes wurden in den vergangenen Monaten knapp 200 Kurzfragebögen von Bürgern ausgewertet. Zudem äußerten sich rund 100 Experten aus Politik, Wirtschaft, Bildung, Kultur, Jugend und Tourismus in Einzelgesprächen und Workshops. Diese befassten sich mit Themen wie „Wirtschaft und Bildung“, „Greifswald als Gesundheits-, Kultur- und Freizeitstandort“ oder „Greifswald als regionales Zentrum“.
Das jetzige Leitbild war vor zehn Jahren von der Bürgerschaft beschlossen worden. Mit der Fortschreibung will sich Greifswald für die Zukunft rüsten. Das überarbeitete Leitbild soll aussagen, was die Universitäts- und Hansestadt besonders ausmacht, worin ihre Stärken bestehen und wo künftige Schwerpunkte der städtischen Entwicklung liegen.
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