Besonderer Erfolg zum 100jährigen Jubiläum


Erfreuliche Nachrichten aus der Kultur gibt es in M-V eigentlich ständig, wären da nicht mitunter die politischen Querschüsse in puncto Kulturförderung aus dem Kultusministerium.

Insbesondere das Theater Vorpommern kann auf eine erfolgreiche Spielzeit zurückblicken.

So besuchten 182000 Theater-Interessierte die Vorstellungen an den vorpommerschen Spielstätten, wobei die Sparten „Ballett“ und „Musiktheater“ entsprechende Zuwächse erreichten. Diese Erfolgsnachricht passte dann auch sehr gut zum Jubiläum, denn die Theater-Spielstätten in Greifswald (1915) und in Stralsund (1916) wurden vor einhundert Jahren eröffnet.

Nachgefragt bei Hans Heuer, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit des Theaters Vorpommern

H.Heuer über das Theater Vorpommern

„Sehr engagierte und große künstlerische Arbeit an unseren Häusern…“

Frage: Erst einmal herzlichen Glückwunsch zum Zuspruch zum Theater Vorpommern. Was waren die besucherstärksten Veranstaltungen der vergangenen Spielzeit?!

Hans Heuer: Vielen Dank. Besonders erfolgreiche Veranstaltungen gab es in erfreulich großer Zahl in allen Sparten. Im Ballett muss man in diesem Zusammenhang auf jeden Fall „Anna Karenina“ nennen, aber auch die deutsch-polnische Rockballett-Co-Produktion im Sommer.

Unsere Philharmonischen Konzerte erfreuen sich extrem großer Beliebtheit und sorgen für ausverkaufte Häuser. Die „Feuerzangenbowle“ zu Weihnachten oder auch „Nathan der Weise“ gehören zu den größten Erfolgen im Schauspiel. „Der Bettelstudent“ und der „Freischütz“ wären unter anderem im Musiktheater zu nennen. Unsere mobilen Klassenzimmerstücke erlebten zudem einen Boom, wobei insbesondere das Stück „Krieg-stell dir vor, er wäre hier“ sogar landesweit nachgefragt wird.

Frage: Was waren aus Ihrer Sicht, die Gründe für den steigenden Zuspruch?

Hans Heuer: Da mein eigener Ansatz bei meiner Öffentlichkeitsarbeit so ist, dass ich sehr viel mit Menschen an Info-Ständen direkt spreche, weiß ich aus erster Hand, dass die wirklich sehr engagierte und gute künstlerische Arbeit an unseren Häusern von den Zuschauern sehr wohl und in immer steigendem Maße wahrgenommen und durch den Besuch goutiert wird.

Frage: Das Theater Vorpommern hat hinsichtlich der Besucherzahlen das Mecklenburgische Staatstheater überflügelt. Gab es schon Glückwünsche aus Schwerin oder ist die Konkurrenz unter den Spielstätten des Landes zu groß?

Hans Heuer: Ich denke, als Kulturschaffender wird man sich immer freuen, wenn die Zahl der Theaterbesucher in einer Region so erfreulich und stetig wächst. Natürlich ist der Intendant des Schweriner Staatstheaters auch heute unter unseren Gästen zum Festakt „100 Jahre Theater Greifswald“.

Frage: Wie viele Premieren wird es eigentlich am Theater Vorpommern in der Spielzeit 2015/16 geben?

Hans Heuer: Es gibt neunzehn Neu-Produktionen in Ballett, Schauspiel, Musiktheater und dazu natürlich alle Konzerte.

Letzte Frage: Welche Bedeutung hat das Theater Vorpommern für die Region? Gibt es Kooperationen mit Bildungseinrichtungen, wie Kitas, Schulen oder Musikschulen?

Hans Heuer: Natürlich. Wir haben Kooperationsverträge mit zahlreichen Schulen und ein stetig wachsendes Netzwerk im gesamten Bildungsbereich von Kita bis Universität bzw. Fachhochschulen. Wir arbeiten auch ansonsten mit vielen Vereinen und Einrichtungen eng und sehr gut zusammen und schlagen viele Brücken zu unseren polnischen Nachbarn.

Vielen Dank und weiterhin bestes Engagement für das Theater Vorpommern!

Marko Michels

Fotos/Michels: Was wäre die Region Vorpommern und die Stadt Greifswald (Foto) ohne die Theater oder weitere Bildungseinrichtungen…