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	<title>Kommentare zu: Deutschland in der Zerrei&#223;probe &#8230;</title>
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	<description>Nachrichten aus und über Mecklenburg-Vorpommern</description>
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		<title>Von: Michels</title>
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		<dc:creator>Michels</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 May 2009 06:21:29 +0000</pubDate>
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		<description>Reiches Land – armes Land …

Die vorgelegten auf soliden Untersuchungsergebnissen beruhenden Zahlen zur Armut in Mecklenburg-Vorpommern m&uuml;ssten eigentlich die Machteliten im Schweriner Landtag, in den Unternehmensverb&auml;nden, in den Gewerkschaften, in den Kirchen des Landes oder in den verschiedenen Lobby-Verb&auml;nden „aufschrecken“.

Doch trotz der gestern ver&ouml;ffentlichten Fakten zur Armut in Deutschland, speziell in Mecklenburg-Vorpommern, bleibt es relativ ruhig – gerade im Schweriner Schloss.

Im Gegenteil: Die gegenw&auml;rtige Macht-Elite blickt auf die angeblich so gro&szlig;artigen Erfolge in den Forschungsabteilungen der beiden Universit&auml;ten, auf neu gegr&uuml;ndete mittelst&auml;ndische Unternehmen, die sich erst am Markt behaupten m&uuml;ssen, auf sportliche Erfolge, die nun so zahlreich allerdings auch nicht mehr sind, und auf kulturelle Innovationen zwischen Sch&ouml;nberg und Usedom.

Schaut man sich die „gro&szlig;en“ Erfolge an, die durchaus auch zu Recht gefeiert werden, so stellt man fest: Es wurde viel Geld in entsprechende Projekte, wie Filmfeste, Gartenschauen, kulturelle F&ouml;rderung, gesteckt. Exorbitante Summen, die bl&uuml;hende Landschaften vorgaukeln. Deren Nachhaltigkeit anzuzweifeln ist. Empf&auml;nger dieser Geldsummen sind ohnehin meist die G&uuml;nstlinge der Macht-Eliten. Andere Ideen, Projekte, die durchaus F&ouml;rderung verdienten, bleiben au&szlig;en vor.

Es wird „Flickschusterei“ in Sachen Armutsbek&auml;mpfung betrieben. Wichtiger als die Entdeckung des „Kuh-Genoms“ ist jedoch, dass die Zukunftsinvestition Kind tats&auml;chlich eine Zukunft hat. Dass Arbeitswillige nicht mit asozialen Personen in „Vorstands- und Keller-Etagen“ gleichgesetzt werden, nachdem diese aus „betriebswirtschaftlichen“, gesundheitlichen oder „biologischen“ (Altersgr&uuml;nden) vom ersten Arbeitsmarkt gekegelt wurden.

„Sozial ist, was Arbeitspl&auml;tze/Arbeitseinkommen schafft, die auch eine Familie ern&auml;hren k&ouml;nnen und die es erm&ouml;glichen, sich ebenfalls – durchaus ehrenamtlich – in sinnvoller Weise f&uuml;r die N&auml;chsten einzusetzen.“.
Um nichts anderes geht es mehr.

Aber anscheinend haben die Sch&ouml;nredner und Realit&auml;tsverdr&auml;nger (Ausnahmen gibt es durchaus !) im Schweriner Schloss noch immer nichts verstanden.

M-V geht es nicht gut – trotz sch&ouml;ner Str&auml;nde, bl&uuml;hender BUGA-G&auml;rten, einiger schneller Sportler und musizierender K&uuml;nstler.

Dr.Marko Michels, Wismar</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Reiches Land – armes Land …</p>
<p>Die vorgelegten auf soliden Untersuchungsergebnissen beruhenden Zahlen zur Armut in Mecklenburg-Vorpommern m&uuml;ssten eigentlich die Machteliten im Schweriner Landtag, in den Unternehmensverb&auml;nden, in den Gewerkschaften, in den Kirchen des Landes oder in den verschiedenen Lobby-Verb&auml;nden „aufschrecken“.</p>
<p>Doch trotz der gestern ver&ouml;ffentlichten Fakten zur Armut in Deutschland, speziell in Mecklenburg-Vorpommern, bleibt es relativ ruhig – gerade im Schweriner Schloss.</p>
<p>Im Gegenteil: Die gegenw&auml;rtige Macht-Elite blickt auf die angeblich so gro&szlig;artigen Erfolge in den Forschungsabteilungen der beiden Universit&auml;ten, auf neu gegr&uuml;ndete mittelst&auml;ndische Unternehmen, die sich erst am Markt behaupten m&uuml;ssen, auf sportliche Erfolge, die nun so zahlreich allerdings auch nicht mehr sind, und auf kulturelle Innovationen zwischen Sch&ouml;nberg und Usedom.</p>
<p>Schaut man sich die „gro&szlig;en“ Erfolge an, die durchaus auch zu Recht gefeiert werden, so stellt man fest: Es wurde viel Geld in entsprechende Projekte, wie Filmfeste, Gartenschauen, kulturelle F&ouml;rderung, gesteckt. Exorbitante Summen, die bl&uuml;hende Landschaften vorgaukeln. Deren Nachhaltigkeit anzuzweifeln ist. Empf&auml;nger dieser Geldsummen sind ohnehin meist die G&uuml;nstlinge der Macht-Eliten. Andere Ideen, Projekte, die durchaus F&ouml;rderung verdienten, bleiben au&szlig;en vor.</p>
<p>Es wird „Flickschusterei“ in Sachen Armutsbek&auml;mpfung betrieben. Wichtiger als die Entdeckung des „Kuh-Genoms“ ist jedoch, dass die Zukunftsinvestition Kind tats&auml;chlich eine Zukunft hat. Dass Arbeitswillige nicht mit asozialen Personen in „Vorstands- und Keller-Etagen“ gleichgesetzt werden, nachdem diese aus „betriebswirtschaftlichen“, gesundheitlichen oder „biologischen“ (Altersgr&uuml;nden) vom ersten Arbeitsmarkt gekegelt wurden.</p>
<p>„Sozial ist, was Arbeitspl&auml;tze/Arbeitseinkommen schafft, die auch eine Familie ern&auml;hren k&ouml;nnen und die es erm&ouml;glichen, sich ebenfalls – durchaus ehrenamtlich – in sinnvoller Weise f&uuml;r die N&auml;chsten einzusetzen.“.<br />
Um nichts anderes geht es mehr.</p>
<p>Aber anscheinend haben die Sch&ouml;nredner und Realit&auml;tsverdr&auml;nger (Ausnahmen gibt es durchaus !) im Schweriner Schloss noch immer nichts verstanden.</p>
<p>M-V geht es nicht gut – trotz sch&ouml;ner Str&auml;nde, bl&uuml;hender BUGA-G&auml;rten, einiger schneller Sportler und musizierender K&uuml;nstler.</p>
<p>Dr.Marko Michels, Wismar</p>
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