Über Forschung, Lehre und weitere Angebote der Uni Greifswald

Die Universität Greifswald lockt seit mehr als 560 Jahren mit Wissen, Forschung und Karriere. Zudem kommen Studentinnen und Studenten aus allen Teilen Deutschlands und der Welt nach Greifswald. Auch zum Sommersemester 2017 ist  Zuspruch zur Universität Greifswald wieder groß… Wie groß eigentlich?

Nachgefragt bei Franziska Vopel, Mitarbeiterin für Hochschulkommunikation der Universität Greifswald

F.Vopel über das aktuelle Sommersemester, den Zuspruch zur Uni Greifswald, Forschungsprojekte, die vielfältigen wissenschaftlichen und sportiven Angebote und weitere Ambitionen der Uni Greifswald

„Die Universität Greifswald ist ein exzellenter Standort für Forschung und Lehre…“

Frage: Das Sommersemester 2017 startet… Wie viele neue Studentinnen und Studenten, also Erstsemester, zählte die Uni Greifswald im aktuellen Semester? Wie viele Studentinnen und Studenten sind an der Uni Greifswald eigentlich immatrikuliert?

Franziska Vopel: Im Sommersemester sind 446 Studierende neu im ersten Fachsemester eingeschrieben. Insgesamt studieren nun circa 10.000 Studierende unserer Universität.

38 Prozent aller Studierenden an der Universität Greifswald kommen aus den alten Bundesländern – ohne Berlin. Der Anteil Studierender aus Mecklenburg-Vorpommern an der Gesamtheit der Studierenden beträgt hingegen nur noch 25 Prozent. Im Wintersemester 2005/06 lagen wir  noch bei 43 Prozent.

Frage: Welche Höhepunkte – in Forschung und Lehre – gab es für die Uni Greifswald 2015/16 bislang?

Franziska Vopel: Die Universität Greifswald ist ein exzellenter Standort für Forschung und Lehre. Fünf Forschungsverbünde in Mecklenburg-Vorpommern erhalten eine Förderung durch das Exzellenzforschungsprogramm des Landes.

An allen Projekten ist die Universität Greifswald beteiligt. Der THEORIA-Wettbewerb des Landes Mecklenburg-Vorpommern fördert zehn Greifswalder Forschungsprojekte aus den Geisteswissenschaften. Durch diese Auszeichnungen wird die nationale und internationale Sichtbarkeit der Universität erhöht.

In der Lehre gibt es ebenso viele innovative Projekte, die die Studienqualität stetig verbessern. Beispielsweise wurde Anfang April die erste Lehr-Apotheke an der Universität eröffnet. Den Studierenden steht mit der Lehrapotheke eine umfassend ausgestattete und damit realitätsnahe Lehr- und Lernumgebung zur Verfügung. Sie trainieren hier, Medikamente zu beschaffen und zu verarbeiten sowie den Patienten Informationen zu Pharmazeutika zu vermitteln.

Die eingebaute Videotechnik der Apotheke ermöglicht es außerdem, Gespräche zur Arzneimittelberatung sowie Betreuungsgespräche zur Arzneimitteltherapie aufzuzeichnen, die sich später auswerten und diskutieren lassen.

Frage: Die Uni Greifswald lockt mit vielfältigen Angeboten. Wie viele Studienfächer können zurzeit bei Ihnen studiert werden?

Franziska Vopel: Die Uni Greifswald  bietet an fünf Fakultäten mit 23 Lehrbereichen von Geistes- und So­zialwissenschaften, Theologie, Medizin über Rechts- und Staatswissenschaften bis hin zu Naturwissenschaft ein breites Fächerspektrum. Insgesamt gibt es an der Universität über 40 Studienfächer.

Im Rahmen des Zwei-Fach-Bachelors können Studien-Interessierte diese Fächer in diversen Kombi­nationen studieren. Dadurch sind weit mehr als 100 Fächer-Kombinationen möglich. Außerdem wird eine Vielzahl von Master-Studiengängen angeboten.

Ebenso gibt es bei uns noch das Diplom in Betriebswirtschaftslehre. In den Bereichen Medizin, Pharmazie, Rechts­wissenschaften sowie in den Lehramtsstu­diengängen wird das Staatsexamen als Ab­schluss erworben.

Für das Wintersemester 2017/18 sind drei internationale Studiengänge geplant. Ziel ist es, Studienangebote einzurichten, die wahlweise durchgängig englischsprachige Lehre, obligatorische Auslandsaufenthalte oder gemeinsame Studienabschlüsse mit internationalen Partnerhochschulen vorsehen.

Wir planen den  Aufbau eines Bachelor-Plus-Studiengangs „Ostseeraumstudien“, eines Masterstudienganges „Musicologybeyondborders. Musics, Media, Methods“ und eines Bachelorstudienganges „Politikwissenschaft international“.

Frage: Wie ist eigentlich der Anteil der Gast-Studentinnen und –Studenten aus aller Welt an der Studentenschaft in Greifswald? Welche „Länder“ studieren besonders gern inGreifswald ?

Franziska Vopel: Auch internationale Studierende zieht es jedes Jahr nach Greifswald zum Studium. Insgesamt haben wir über 600 internationale Studierende aus über 93 Ländern. Hinzu kommen noch die Studierenden des Studienkollegs.

Die meisten internationalen Studierenden kommen aus China und Syrien, gefolgt von Polen  und Russland. Darüber hinaus leben derzeit über 80 Gaststudierende – über Austauschprogramme etc. –  in Greifswald. In diesem Jahr haben wir erstmals eine Roadshow in den biligualen Schulen in Polen durchgeführt, um mehr Studien-Interessierte aus unserem Nachbarland für ein Studium in Greifswald zu gewinnen.

Letzte Frage: Zu einem gesunden Geist gehört ja ebenfalls ein gesunder Körper… Welche Sportangebote an der Uni Greifswald gibt es?

Franziska Vopel: Wir bieten aktuell 77 verschiedenen Sportarten und über 200 Kurse pro Semester an. Damit sind wir bundesweit eine der vielfältigsten Hochschulsporteinrichtungen.

Für eine Universität am Meer sind natürlich Wasserfahrsportarten wie Windsurfen, Segeln und Rudern/Kanu ein Muss. Darüber hinaus ist von Aroha bis Zumba für jeden Studierenden etwas dabei.

Vielen Dank, weiterhin bestes Engagement für die Universität Greifswald und viel Zuspruch zu Ihrer Uni!

Marko Michels

Foto (Jan Meßerschmidt/Universität Greifswald): Prof.Dr. Christoph Richter mit Pharmazie-Studierenden in der neuen Lehr-Apotheke.