Das Justizministerium hat heute die ersten Bewilligungsbescheide zur SED-Opferrente erlassen. Das entsprechende Gesetz war Ende August 2007 in Kraft getreten. „Die Opferrente ist ein wichtiger Schritt im Prozess der Rehabilitierung und Unterstützung der Opfer der SED-Diktatur. Ich freue mich, dass die ersten Auszahlungen an die Opfer bereits so kurz nach Inkrafttreten des Gesetzes vorgenommen werden können,“ sagte Justizministerin Uta-Maria Kuder (CDU) heute in Greifswald.

Kuder teilte ferner mit, dass im Justizministerium derzeit etwa 4.000 Anträge auf Auszahlung der Opferrente vorliegen. „Diese werden so schnell wie möglich bearbeitet, wobei vorrangig über die Anträge der älteren SED-Opfer entschieden werden soll.“ Die Ministerin wies darauf hin, dass niemandem Ansprüche verloren gehen, weil die Zuwendung rückwirkend ab den auf den Antragseingang folgenden Monat erfolgt. Die Ministerin forderte die Berechtigten in diesem Zusammenhang nochmals auf, Anträge nur an das Justizministerium und nicht an andere Behörden zu richten. „Ansonsten kann sich der Beginn der Bezugsberechtigung und die Bearbeitung unnötig verzögern“, so Kuder.

Für Fragen zur Opferrente wenden Sie sich bitte an eine der folgenden Telefonnummern: 0385 – 588 – 3463, 3464, 3465, 3466 oder 3467. Weitergehende Informationen zur Opferrente sind auf der Internet-Seite des Justizministeriums unter www.jm.mv-regierung.de unter dem Stichwort „SED-Opferrente“ einzusehen. Dort steht auch ein Antragsformular zum Herunterladen zur Verfügung.