Symposium zur Erforschung des Mecklenburgischen Planschatzes


Am 8. und 9. Oktober 2015 luden die Staatlichen Schlösser und Gärten Mecklenburg-Vorpommern zu einem Symposium zur Erforschung des Mecklenburgischen Planschatzes ins Neustädtische Palais in Schwerin ein.

Das Symposium stellt die erste wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Planschatz dar, den Kunsthistorikerin Sigrid Puntigam eher zufällig bei Recherchen zur Baugeschichte von Schloss Ludwigslust entdeckte. Die Sammlung enthält 600 Architekturzeichnungen und einige Kupferstiche, die sich im Wesentlichen den Bauvorhaben der Herzöge von Mecklenburg-Schwerin im 18. Jahrhundert, aber auch überregionalen Projekten und internationalen Kunstzentren wie Rom, Paris und St. Petersburg widmen.

Die Einmaligkeit des Planschatzes besteht neben der künstlerischen Qualität zahlreicher Blätter auch darin, dass der Bestand fast 200 Jahre lang unangetastet blieb und so eine Zeitreise in die architektonische Vorstellungswelt Mecklenburgs im 18. Jahrhundert ermöglicht.

Peter Bäumer, Staatssekretär im Finanzministerium Mecklenburg-Vorpommern, würdigte beim Empfang der Forscher daher auch den unermesslichen Wert des Fundes für die Baugeschichte des Landes: „Bislang galt das Bauwesen Mecklenburg-Schwerins im 18. Jahrhundert sowohl in der Forschung als auch in der öffentlichen Wahrnehmung als eher unbedeutend. Doch der jetzt mögliche Blick auf die wertvollen Zeichnungen zeigt, dass Mecklenburg-Schwerin beileibe kein architekturgeschichtliches „Niemandsland“ war.“

Die Ergebnisse des Expertentreffens sollen in einem mehrbändigen Katalog veröffentlicht und 2018 im Galeriegebäude des Staatlichen Museums Schwerins ausgestellt werden.

Pressemitteilung / Finanzministerium M-V

Foto/Michels: M-V ist auch ein Land schönster Gutshäuser, Schlösser (hier: Güstrower Schloss) und „Planschätze“.