Grüne begrüßen schnelle Reaktion des verantwortlichen Unternehmens und fordern höhere Sensibilität im Umgang mit rechtsextremistischen Haltungen
Zur Verteilung der Jungen Freiheit mit dem Rügenbüdel erklärt Jürgen Suhr, Landesvorstandssprecher von Bündnis 90/Die Grünen in Mecklenburg-Vorpommern:
Bündnis 90/Die Grünen begrüßen ausdrücklich, dass das verantwortliche Unternehmen GWO aus Rostock unsere Kritik unverzüglich aufgenommen hat und die Zeitschrift „Junge Freiheit“ ab sofort nicht mehr mit dem Rügenbüdel verteilt. Mit Unverständnis und scharfer Kritik hatten wir auf die Tatsache reagiert, dass an die anreisenden Autotouristen bei ihrer Anfahrt auf die Insel Rügen mit dem Rügenbüdel auch die Zeitung „Die Junge Freiheit“ verteilt wurde.
Die Junge Freiheit gilt nach unserer Kenntnis als Hauptorgan und Sammelbecken der neuen Rechten, hinter der sich die sogenannte intellektuelle Strömung des Rechtsextremismus verbirgt. Diese Publikation steht unseres Wissens nicht nur im Verdacht, für rechtsextremistische Haltungen und Meinungen eine publizistische Plattform zu bieten. In ihr werden nach meiner Auffassung auch die dringend notwendige Ausdifferenzierung zwischen dem demokratischen und dem rechtsextremistischen Spektrum verwischt.
Die Tatsache, dass die Junge Freiheit sich in geschickter Form und mit gemäßigtem Ton verkauft, darf nicht übertünchen, dass mit ihr Meinungen verbreitet werden, denen nach meiner Überzeugung antidemokratische und fremdenfeindliche Konzepte zugrunde liegen. Und dies darf weder gebilligt noch unterstützt werden. Daher muss für die Zukunft gelten, dass vor der Verteilung derartiger Publikationen deren Inhalt einer genaueren Prüfung unterzogen wird, als dies offensichtlich bisher der Fall war.
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