Schwerin. Die Parlamentarische Staatssekretärin für Frauen und Gleichstellung, Dr. Margret Seemann (SPD), eröffnet mit dem SPD-Fraktionsvorsitzenden, Volker Schlotmann, am 18. September 2007 um 17.30 Uhr in den Räumen der SPD Landtagsfraktion Mecklenburg-Vorpommern die Wanderausstellung “Am Rande der Wahrnehmung – Kinder als Zeugen und Opfer häuslicher Gewalt”.
Seemann: “In Mecklenburg-Vorpommern wurden im Jahre 2005 in den Interventionsstellen, Kontakt- und Beratungsstellen sowie Frauenhäusern 2.247 Kinder und Jugendliche statistisch erfasst, die in irgendeiner Form Gewalt erlebt oder miterlebt hatten. Das große Dunkelfeld bleibt bei diesen Zahlen unbetrachtet.” Sie führt weiter aus, dass Kinder leider oft die vergessenen Opfer von häuslicher Gewalt seien. Sie seien Augen- oder Ohrenzeugen oder erleben selbst körperliche Gewalt. Wissenschaftliche Untersuchungen der letzten Jahre belegen, dass das Miterleben für das eigene Verhalten prägend sei. Kinder seien gefährdet, die Verhaltensmuster der Eltern zu wiederholen. “Der Kreislauf von Gewalt muss rechtzeitig durch eine effektive Prävention unterbrochen werden. Die Ausstellung soll daher Entscheidungsträger, Öffentlichkeit und spezielle Berufsgruppen, die mit betroffenen Kindern und Jugendlichen in Kontakt kommen, aufklären und sensibilisieren”, so Seemann.
Organisatoren der Wanderausstellung, die mit Fördermitteln des Landesrates für Kriminalprävention erstellt wurde, sind die Interventionsstellen gegen häusliche Gewalt Rostock und Schwerin.
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