Erweiterung des Studienganges „Sportmanagement“…


Der Bachelor-Studiengang Sportmanagement an der Fachhochschule Wismar ist ein erfolgreiches Wirtschaft-Fernstudium unter der Leitung von Professor Michael Schleicher. Er wird im nächsten Jahr nun durch die Spezialisierung „Medizin im Sportmanagement“, so der Arbeitstitel, erweitert.

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Konzepte und Dozenten werden dafür aus der Unimedizin Rostock kommen. Das sieht ein Kooperationsvertrag vor, der zwischen beiden Hochschulen in Kürze geschlossen werden soll.

Die Gesamtkoordination für den medizinischen Teil liegt bei Professor Michael Schleicher und Professor Wolfram Mittelmeier.

Mittelmeier zählt laut Magazin „Focus Gesundheit“ zu den deutschlandweit Top-Medizinern, erreichte bei Hüft-und Kniechirurgie jeweils den Spitzenplatz. Er erhält für das Projekt Unterstützung von seinem Orthopädie-Kollegen Thomas Tischer, der eine Professur für Prävention im Bewegungsapparat innehat und dem derzeitigen Lehrstuhlinhaber der Kardiologie, Professor Hüseyin Ince.

Alle drei Mediziner werden ehrenamtlich über so genannte hybride Lehrformen in Wismar, also beispielsweise über Videovorlesungen, dozieren, um am Ende die Berufs-Chancen der Fernstudenten des gefragten Studienganges deutlich zu verbessern. „Wir brauchen immer mehr Grundkenntnisse der Sportmanager in der Medizin, um Schäden zu vermeiden, frühzeitig zu erkennen und danach bei der Wiedereingliederung zu helfen“, so Professor Wolfram Mittelmeier.

Mit im Boot soll auch der Deutsche Karateverband mit Präsident Wolfgang Weigert an der Spitze sein. Der Verband zählt 170 000 Mitglieder in Deutschland, die in 3000 Vereinen trainieren. Vor zwölf Jahren wurde Karate von der Weltgesundheitsorganisation WHO als gesundheitsfördernder Sport anerkannt. „Karate ist eine sehr umfassende Sportart, die den ganzen Körper fordert und Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Reaktionsvermögen schult“, erklärt Wolfgang Weigert.

Die Rostocker Orthopädie betreut die Karate-Nationalmannschaft. Orthopädie-Chef Prof. Mittelmeier, selbst Karateka, schätzt die Sportart – „sie hält fit. Auch im Alter“. Deshalb begrüße er es sehr, dass der Karate-Verband sein know how im Fernstudiengang Sportmanagement an der FH Wismar mit einbringen wolle und damit zugleich die Qualifikation seiner Trainer weiter verbessern will.

„Wenn die Fachhochschule Wismar sich für ihren Fernstudiengang bei renommierten Medizinern aus Rostock Verstärkung holt, spricht das auch für die hohe Qualität unserer Uni-Medizin“, sagt Rostocks Uni-Rektor Prof. Wolfgang Schareck, selbst deutschlandweit ausgewiesener Experte in der Transplantationsmedizin.

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Und auch der Prorektor für Bildung der Fachhochschule Wismar, Professor Michael Schleicher, seines Zeichens Studiengangsleiter für Sportmanagement, sieht nur Vorteile durch die Kooperation mit Rostocker Medizinern. „Gleich, wo unsere Absolventen arbeiten, sie müssen beurteilen können, wie die Trainer agieren“. Zudem müssten sie beispielsweise auch Fehlbelastungen bei Kindern kompetent ausmachen und die Belastbarkeit im Alter richtig einschätzen können. Zusätzliche medizinische Kompetenzen würden dem Studiengang, der bisher auf Managementinhalte ausgerichtet sei, sehr gut tun, sagt Prof. Schleicher.

Prof. Mittelmeier indes erkennt einen neuen, eigentlich positiven Trend. Immer mehr Jugendliche und Senioren treiben Sport.

Das bestätigt Susanne Koch, Leiterin des LT-Sportclubs in Rostock. Gerade im Alter sei eine regelmäßige sportliche Betätigung immens wichtig, um den Bewegungsapparat zu stärken und damit schwerwiegende und folgenreiche Stürze zu verhindern.

Der LT-Sportclub Rostock hat deshalb neben dem Angebot für alle Jahrgänge mit dem Konzept Club 55 reagiert und Gesundheitstraining mit speziellen Bewegungskursen aufgelegt. Das Durchschnittsalter ist in den vergangenen Jahren in unserem Fitnesscenter um etwa acht Jahre nach oben gegangen, und wir haben uns auf diese Entwicklung mit einem Betreuungssystem auch eingestellt“, sagte Susanne Koch.

Text: Wolfgang Thiel / Pressemitteilung der Universität Rostock

1.Foto: Prof. Dr. Wolfram Mittelmeier (Foto: Uni Rostock)

2.Foto: Hochschule Wismar (Foto: Michels).