Mit ihrem Gesetzentwurf zur Änderung des Kindertagesförderungsgesetzes (KiföG) torpediert die Landesregierung nach Ansicht der kinder- und jugendpolitischen Sprecherin der Linksfraktion, Dr. Marianne Linke, den Weg zum kinderfreundlichen Land Mecklenburg-Vorpommern.
„Damit ignoriert die Landesregierung die Einschätzung aller Fachleute und will den Rechtsbruch, der mit dem Doppelhaushalt begangen wurde, nachträglich und rückwirkend kaschieren“, erklärte Frau Dr. Linke am Mittwoch. „Mit der Einführung des KiföG 2004 wurde die vorschulische Bildung im Gesetz verankert, dessen Finanzierung allein das Land übernommen hat. Diese Mittel will die Landesregierung künftig um insgesamt 3 Millionen Euro absenken, um die Eltern bei den Beiträgen zu entlasten“, sagte Frau Dr. Linke. „Wir sagen: Mittelkürzung heißt Leistungskürzung! Dies ist der völlig falsche Weg und zementiert die Benachteiligung von Kindern“, betonte sie.
„Anstatt die vorschulische Bildung zurückzufahren wäre es dringend geboten, das weiterentwickelte ganzheitliche Konzept der vorschulischen Bildung und gesundheitlichen Erziehung für Kinder aller Altersstufen der Kitas als ein umfassendes Konzept einzuführen“, betonte Frau Dr. Linke. „Wir setzen uns weiter für die Fortentwicklung der gesunden Lebensweise ein und dafür, dass alle Kinder gesunde Mahlzeiten in der Kita einnehmen können. Darüber hinaus müssen die pädagogischen Fachkräfte qualifiziert und besser bezahlt werden. Nicht zuletzt ist eine Erhöhung der Anzahl pädagogischer Fachkräfte Bestandteil einer gezielten Förderung der Kinder.“
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