Das Haus als Lebensraum

Nachdem der Mensch sesshaft wurde, hat er seine natürliche Umwelt seinen Bedürfnissen immer stärker angepasst. Er errichtete überall auf der Welt feste Behausungen. Daraus entstanden Häuser, Dörfer und Städte.

Allerdings baute er nicht nur für sich selbst Wohnräume, sondern – meist unfreiwillig – zugleich auch für zahlreiche Vertreter der jeweils dort heimischen Tierwelt. Diese übernahmen die menschlichen Siedlungsplätze als Höhlen, Gebirge oder üppige, nie versiegende Nahrungsquellen.

Einige dieser Tierarten wurden eher harmlose Mitbewohner, die in den Behausungen der Menschen bessere Lebensbedingungen vorfanden als in ihrer ursprünglichen Umwelt. Andere machten sich als verheerende Schädlinge bemerkbar, die mit den Menschen um dessen Nahrung konkurrierten oder sich von Teilen seiner Behausung oder Bekleidung ernährten.

Während seiner zahlreichen Feldzüge, Reisen oder in Zusammenhang mit dem Austausch von Waren verbreitete der Mensch diese Arten über die gesamte Erde. Außerhalb ihres ursprünglichen Lebensraumes – den man für viele tierische Untermieter nicht sicher kennt – können manche Arten nur noch in Gemeinschaft mit dem Menschen existieren.

So wurden manche Arten, die in ihren natürlichen Lebensräumen eher unbedeutend und unauffällig waren, in Wohngemeinschaften mit den Menschen zu häufigen Vertretern des Tierreiches.

Wohnungen sind aus zoologischer Sicht interessante Lebensräume. Eine Wanderung durch die Räume des Hauses, vom Keller bis zum Boden, mit Blick hinter die Schränke, unter die Betten, in Ecken und Ritzen soll einen Einblick in die zum Teil hohe Artenvielfalt unserer tierischen Mitbewohner geben.

Am 24.05.2017, 17.00 – 18.00 Uhr, Hörsaal 323, Universitätsplatz 1 (Universitätshauptgebäude), hält Andreas Bick (Rostock) einen Vortrag zum Thema: „Vom Keller bis zum Boden – Das Haus als Lebensraum“.

Die Veranstaltung ist öffentlich.

Pressemitteilung / Universität Rostock