Über die „neue Diskussionskultur“ in der Region – ein Kommentar

Schwerin ist noch älter als manche glauben! Nun wurde sogar eine 1000 Jahre alte Goldperle im Schweriner Schlosshof gefunden, die vermutlich aus Nordeuropa stammt. Des Weiteren wurden dort auch Überreste eines slawischen Burgwalls um 940 ausgegraben.

Was bedeutet das?! Schon früher war Schwerin Anziehungspunkt von Menschen der verschiedensten Kulturen, gab es schon damals eine Form der „Willkommenskultur“.

Vom „Früher“ lernen?!

Allerdings waren „Fremdenfeinde“ und „Fremdenfreunde“ nicht nötig, die sich heute gern selbst instrumentalisieren und „protegieren“ lassen, denn was wäre der „Fremdenfeind“ ohne den „Fremdenfreund“ und umgekehrt. Aktionsbündnisse bzw. „Geheimbünde“ gegen alles, was nicht der eigenen Auffassung entspricht, wären obsolet, es würden keine gemeinnützigen Vereine „Gegen Rechts“ oder – wäre auch sinnvoll – „Gegen Links“ gegründet, keine Fördergelder würden fließen und die üblichen von jeweiligen Parteien Geförderten hätten keine Arbeit, jedenfalls was diese dafür halten, und könnten gar „Hartz IV“ erhalten.

In der Landeshauptstadt M-V, die in den letzten Jahren alles andere als demokratisch erschien, scheinen nun die üblichen Strippenzieher, ewigen Polit-Protagonisten und Medien bzw. Medien-Vertreter, die schon vor der Wende eifrig „Mainstream“ schrieben, wieder an vorderster Front „zu stehen“.

Freund-Feind-Schema!

Wer nicht bedingungslos für alle Flüchtlinge ist, ist ein „Fremdenfeind“. Wer sich hingegen – medienwirksam – für Flüchtlinge einsetzt, ist ein „Menschenfreund erster Klasse“.
Was der Autor zurzeit so erlebt, der selbst einige Zeit im Ausland lebte, also in Ländern aus denen die gar nicht so „Fremden“ stammen, hat vieles, was jetzt wieder Realität ist, bereits zu DDR-Zeiten mit SED, Ost-CDU & Co. und Stasi schon hinter sich. Es ist das ewig gleiche Lied, das ewig gleiche Muster, wie versucht wird, Menschen auf Linie zu bringen.

Alles bekannt!

„Hey, Du bist nicht für unseren sozialistischen Arbeiter- und Bauern-Staat! Du kritisierst ihn, redest dem Klassenfeind zum Munde! Hey, Du bist selbst schon Klassenfeind. Wir sorgen dafür, dass Du im Leben nicht fortkommst! Du stellst Dich außerhalb unserer sozialistischen Ordnung!“ Das war 1988!

Und heute: Der Autor ist für die Aufnahme von Bürgerkriegsflüchtlingen, für die Aufnahme von politisch Verfolgten. Das sollte eine Herzensangelegenheit sein! Er ist gleichwohl dagegen, dass aber Menschen ihre sichere Heimat verlassen, zudem aus Staaten, die in die EU streben, welche schon entsprechende Förderungen zum Aufbau neuer Strukturen (Justiz, Wirtschaft, Politik) seitens der EU erhielten, um unberechtigterweise hier „Asyl“ zu beantragen. Denen es nur darum geht, entsprechende Sozialleistungen zu erhalten.

Der Autor, selbst von der DDR-Staatssicherheit in einem „operativen Vorgang“ und „Sicherungsvorgang“ schikaniert, dessen Bekannte von Rotarmisten 1988 „fahrlässig getötet“ wurde (DDR-Jargon), dessen weitere nahe Angehörige spezielle Erfahrungen mit politischer Haft, Verfolgung und Flucht machten, der zudem stets aktiv – auch in ehrenamtlicher Weise – war, auch „Nichtdeutsche“ (um „im gesamtdeutschen Sprech“ zu sein) unterstützte, nimmt sich diesen unerhörten Frevel heraus und sagt: So wie es jetzt ist, wie es der politisch-mediale Mainstream anscheinend möchte, kann und darf es nicht weiter gehen – ein nicht registrierbarer Flüchtlingsstrom zieht ins Land. Gerade hatte der Autor auch ein Gespräch mit einer hier lebenden Ukrainerin, die angesichts der seltsamen „Willkommenskultur“ in Deutschland nur den Kopf schüttelte.

Beruhigt zurücklehnen!

Das einzig Gute: Wer möchte, dass dieses System, also der Demokratismus, zusammen bricht, kann sich eigentlich beruhigt zurücklehnen. Jeden Tag 10000-15000 Flüchtlinge, dazu „Zureisende“ aus den EU-Ländern, das kann, das wird auf Dauer nicht gut gehen.

Heute ging es so weiter und es schien sogar die Sonne ganz schön – zumindest am Morgen… Wie meinte schon ein Opi zu DDR-Zeiten: „Eines schönen Tages bricht die ganze Sch… hier sowieso zusammen!“. Tja, was zu DDR-Zeiten galt, gilt heute erst recht. Aber so etwas darf man ja heute gar nicht äußern. Dann ist man nicht „Links“ (Na, Gott sei Dank!)! Aber: Ein Nazi. (Das ist allerdings schon Verlogenheit und üble Nachrede ist!) Oder gleich: „Pack“. (Was gerade jene sagen müssen, die beim „roten Pack“, bei irgendwelchen kommunistischen Splitterparteien in Westdeutschland Mitglied waren!).

Wehe, man ist heute in Deutschland ein Mann, hatte zu DDR-Zeiten nachweisbar mit extremen Schikanen zu kämpfen, die Gesundheit wurde zerstört, passte sich auch nach der Wende nicht an die SPD-CDU-Machtkonstellation an, dann wird man schnell zur „persona non grata“. Zwar nicht „Links“, aber auch nicht „Rechts“, aber eben ein „Querulant“.

Die „Blitzmerker“…

Vielleicht haben es manche Politik- und Medienschaffende, auch hier in M-V, noch nicht gemerkt. Es gibt in der Tat unter den echten Bürgerkriegsflüchtlingen und politischen Verfolgten viele die äußerst intelligent sind und den Demokratismus mit seiner Heuchelei und seinem Pharisäertum verachten, so wie viele bereits hier Einheimische. Glaubt Ihr allen Ernstes, dass diese Eure Spielereien nicht auch schon längst durchschauten? Wenn wir schon in Sachen Diskussionskultur eine „DDR 2.0“ haben, dann rechnet auch mit einer baldigen neuen „Wende 3.0“!

… Das sei allen „Fremdenfeinden“ und „Fremdenfreunden“ ins Stammbuch geschrieben! Es geht Euch nicht um Menschlichkeit, es geht Euch nur um Euch selbst, Ihr Narzissten. Diese sind mitunter schlimmer als Nazis! Auch in M-V…

Dr. Marko Michels

Foto/Michels: Still ruht der (politische) „See“ oder „Teich“?!