March for Science in Greifswald

Am 22. April 2017 um 15:00 Uhr findet auf dem Greifswalder Marktplatz eine Veranstaltung des internationalen „March for Science“ statt. Weltweit wollen Menschen an diesem Tag deutlich machen, dass wissenschaftliche Erkenntnisse als Grundlage des gesellschaftlichen Diskurses nicht verhandelbar sind. Deutschlandweit sind Veranstaltungen an aktuell 21 Hochschulstandorten geplant. Alle sind herzlich eingeladen am „March for Science“ teilzunehmen.

Auf einer Bühne auf dem Greifswalder Markt werden am Sonnabend Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre persönlichen Geschichten erzählen und darüber berichten, warum sie forschen. Zum Auftakt wird Prof. Dr. Micha Werner über das Thema Ethos der Wissenschaft und die Rolle der Geisteswissenschaft in diesem Zusammenhang sprechen. Auch spontane Redebeiträge zum Thema Wissenschaft in unserer Gesellschaft sind willkommen.

Neben dem Poetry-Slammer Jonas Greiten werden zwei Bands live spielen. Für Kinderspaß wird gesorgt. Die Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald unterstützt den „March for Science“.

In Greifswald und der Region sind die Universität und mehrere international anerkannte wissenschaftliche Forschungsinstitute mit vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ansässig. Mit der öffentlichen Veranstaltung wollen sie unterstreichen, dass kritisches Denken und fundiertes Urteilen nur möglich sind, wenn verlässliche Fakten es erlauben, Informationen einzuordnen und zu bewerten. Forschung und die Einordnung der dabei gewonnen Erkenntnisse sind Aufgaben von Wissenschaft. Mit dem „March for Science“ wollen Forschende und alle, denen Wissenschaft wichtig ist, deutlich machen, dass es nicht hingenommen werden darf, wenn wissenschaftlich fundierte Tatsachen geleugnet, relativiert oder „alternativen Fakten“ als gleichwertig gegenübergestellt werden, um daraus politisches Kapital zu schlagen.

Außerdem möchten die Organisatoren der Veranstaltung zeigen, dass sich Wissenschaftler verpflichtet fühlen, ihre Forschungsergebnisse zu kommunizieren und in der Öffentlichkeit zu diskutieren.

© Uni Greifswald

Die Idee zum „March for Science“, einer Demonstration von Wissenschaftlern in Washington, entstand Ende Januar 2017 in den USA als Reaktion auf eine Meldung auf einer Social-Media-Plattform. Darin hieß es, dass das Weiße Haus unter dem neuen Präsidenten Donald Trump alle Informationen zum Klimawandel von seiner Webseite gelöscht habe. Innerhalb weniger Tage wurde diese Idee weltweit aufgegriffen. Inzwischen sind weltweit mehr als 500 Veranstaltungen zum „March for Science“ geplant.

 

Quelle: Jan Meßerschmidt/Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald