Agrarminister Backhaus eröffnete den Nationalparktag

Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz eröffnete heute den Nationalparktag an der Darßer Arche in Wieck. Dieser ist der Höhepunkt der Festwochen im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft, die anlässlich des 25. Geburtstags des Nationalpark gemeinsam mit den Nationalparkpartnern und vielen Gästen gefeiert werden.

Heute vor 25 Jahren, am 12. September 1990, beschloss der Ministerrat der letzten DDR-Regierung auf der Sitzung kurz vor seiner Selbstauflösung, als letzte Amtshandlung 5 Nationalparks, 6 Biosphärenreservate und 3 Naturparke.
Das sogenannte „Tafelsilber der deutschen Vereinigung“. „Bei uns in Mecklenburg-Vorpommern wurden davon allein 5 Naturlandschaften unter gesetzlichen Schutz gestellt.

Darunter der Nationalpark Jasmund und Vorpommersche Boddenlandschaft, das Biosphärenreservat Südost-Rügen, der Müritz-Nationalpark und der Naturpark Schaalsee. Heute haben wir in unserem Bundesland 3 Nationalparks, 3 Biosphärenreservate und 7 Naturparks“, hob der Minister in Wieck hervor.

Im Bereich der durch europäisches Recht geschützten Gebiete hat Mecklenburg-Vorpommern anteilig mehr Gebiete gemeldet als jedes andere Bundesland: 1.067.400 ha werden hier besonders geschützt, was einer Landesfläche von 34,4 % entspricht.

„Damit sind wir die grüne Lunge Deutschlands und zahlen, wenn man so will, den größten klima- und umweltpolitischen Solidaritätsbeitrag aller Bundesländer“, sagte Dr. Till Backhaus.

In den 25 Jahren hat sich der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft hervorragend weiterentwickelt und ist mit 78,6 km² Fläche, davon 83 % Wasserfläche Bodden und Ostsee ein echter Meeresnationalpark.

Dazu kommen die einzigartigen Kaltwasser-Lagunen oder die Vogelwelt an der Küste als ein Anziehungspunkt für viele Besucher und die Grundlage für den Naturtourismus der Region. „Schließlich wird Mecklenburg-Vorpommern kaum wie ein anderes Land mit der Natur in Verbindung gebracht“, sagte Minister Dr. Backhaus.

Eine Studie über den Nationalpark Müritz, den Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft und Jasmund sowie das Biosphärenreservat Südost-Rügen ergab, dass allein durch den Naturschutz in den Großschutzgebieten 12.200 Jobs entstanden sind und dort jährlich über 5,8 Mio. Besucher einen Umsatz von rund 360 Mio. € erbringen.

„Die regionalwirtschaftliche Bedeutung der Großschutzgebiete unseres Bundeslandes wird damit sehr deutlich und beeindruckt mich sehr“, betonte der Minister.

Von 1991 bis heute kamen etwa 20 Mio. Besucher in die Ostseenationalparke. Diese können sich auf den geschaffenen 134 km Wanderwegen und 28 Aussichtsplattformen sowie in den Informationszentren an der Darßer Arche, Hiddensee, Sundische Wiese, Waase und Barhöft von der einzigartigen Natur und Landschaft des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft überzeugen.

Pressemitteilung / Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz M-V

Foto/Michels: Was wäre M-V ohne die hinreißende, idyllische Natur! Dem „lieben Gott“ und „Karl Marx“ sei Dank…