Ein Rück- und Ausblick


Die Festspielzeit in M-V geht allerorten ins Finale bzw. wurde bereits beendet. In Grevesmühlen oder in Ralswiek hatten die „Piraten“ zu tun, beim dortigen „Piraten Open Air“ bzw. bei den „Störtebeker Festspielen“. In Neustrelitz sang „Dolly“ bei den dortigen Schloßgarten-Festspielen. In Schwerin, bei den Schloßfestspielen, ging es bei „La Traviata“ um eine unglückliche Liebe.

Bei den „Jedermann“-Festspielen in der Wismarer Sankt Georgen-Kirche war auch „jede Frau“ zugelassen. Und die Festspiele M-V konzertierten „querbeet“ durch M-V. Weitere Festspiele, Volksfeste oder Hafenfeste rundeten den Kultursommer in M-V ab.

Vineta2

Aber in Zinnowitz auf der Ostseebühne stand wieder einmal die geheimnisvolle Stadt Vineta im Mittelpunkt…

Wie verlief nun der Vineta-Sommer in Zinnowitz?!

Nachgefragt bei Martina Krüger, Pressesprecherin der Vineta-Festspiele…

M.Krüger über die Open Air-Saison 2015 der Vorpommerschen Landesbühne

„Vineta spielt eine wichtige Rolle im Kulturleben von M-V…“

Frage: Die Vineta-Festspiele 2015 sind wieder Historie… Wie lautet das Resümee für dieses Jahr?

Martina Krüger: Am Sonnabend feierten die Open Airs der Vorpommerschen Landesbühne „Vineta – Der Tag des Königs“ in Zinnowitz, „Sonnenallee“ auf der Usedomer Hafenbühne und „Die vier Musketiere“ im Barther Theater-Garten ihre letzten ausnahmslos ausverkauften Vorstellungen.

Mit einem vorläufigen Gesamtergebnis der drei Open-Airs von 33 500 Zuschauern ist die Vorpommersche Landesbühne sehr zufrieden.

Die neue Vineta-Trilogie, in deren ersten Teil die Stadt Vineta aufgebaut wurde, wurde von einem vorwiegend jungen Familienpublikum gut angenommen. Die Zuschauer feierten die Darsteller, die übrigens nie ohne eine zweite Zugabe von der Bühne gelassen wurden. Traditionell versank die Stadt in einem Meer von Wunderkerzen.

Vom Geheimtipp zum absoluter Publikumsrenner hat sich die Usedomer Hafenbühne entwickelt, deren besonderes künstlerisches Markenzeichen leicht ostalgischer Humor und viel Musik ist. Die diesjährige Geschichte „Sonnenallee“ übertraf mit 13 000 Zuschauern alle Erwartungen. Zufrieden ist die Landesbühne auch mit der Resonanz auf die Inszenierung „Die vier Musketiere“ im Barther Theater-Garten.

Bis zum Ende der Sommerspielzeit gibt es noch im gelben Theater „Die Blechbüchse“ in Zinnowitz, im Theaterzelt „Chapeau Rouge“ in Heringsdorf weitere Vorstellungen.

Und am 5. September hat das letzte Open Air des Sommers in Mecklenburg-Vorpommern, das Theaterspektakel „Die Peene brennt“ , am Anklamer Hafen Premiere.

Vineta1

Frage: Im Vergleich zu den bisherigen Vorstellungsjahren… Was lief 2015 besonders gut? Was war verbesserungswürdig? Das Wetter war ja im Juli eher suboptimal…

Martina Krüger: Wir sind insgesamt schon sehr zufrieden. Es war eine normale Saison mit einer besonders erfolgreichen „Sonnenallee“. Und auch die Zuschauer waren begeistert.

Frage: Wie viele Mitwirkende hatte die Vineta-Vorstellung 2015 eigentlich? In Zinnowitz wird ja größtenteils auf internationale Stars verzichtet und vor allem dem einheimischen Star-Nachwuchs der Vorzug gegeben…

Martina Krüger: Es standen 32 Schauspieler der Vorpommerschen Landesbühne, Eleven der Theaterakademie Vorpommern – unter anderem das komplette erste Studienjahr – und einige Laien auf der Bühne. Die alle spielen, singen und tanzen.

Frage: Sind die Planungen für 2015 schon abgeschlossen? Steht das Thema schon?

Martina Krüger: Ja, die Planungen stehen schon. Das Stück 2016 wird „Die Stadt der Diebe“ heißen.

Vineta4

Frage: Welche Bedeutung haben die Vineta-Festspiele mittlerweile für das kulturelle Leben in Vorpommern inzwischen?

Martina Krüger: An den konstanten Besucherzahlen, am öffentlichen Interesse der Medien oder der Hotellerie kann man ablesen, dass „Vineta“ eine wichtige Rolle in MV spielt. Und es ist, weil auf der Sage fußend, eine Geschichte, die nur hier spielen kann – am authentischen Ort.

Vielen Dank und weiterhin viel Erfolg mit „Vineta“!

Marko Michels

1.Foto/Michels: Impression zu den Vineta-Festspielen 2015.

2.Foto/Michels: Die Vineta-Festspiele konnten auch in dieser Saison wieder begeistern.

3.Foto/Michels: Das „gelbe Theater“ DIE BLECHBÜCHSE in Zinnowitz.