Zwischen Grevesmühlen bis Zinnowitz…


Mecklenburg(-Vorpommern) ist – trotz einiger Defizite in anderen Bereichen, wie Wirtschaftskraft, politische Eliten oder Weltoffenheit – nach wie vor, wie seit Jahrhunderten, ein großes Kultur-Land.

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Das beweisen die Qualität und Quantität der verschiedenen kulturellen Höhepunkte. Und die Besucher strömen aus dem ganzen Bundesland, aus ganz Deutschland und der weiten Welt gerade wegen dieser Angebote in den deutschen Nordosten.

So kamen zu den Festspielen M-V (noch bis zum 19.September) bereits bis Anfang August rund 30000 Zuschauer. Zum „Kleinen Fest im großen Park“ in Ludwigslust, das zum Programm der Festspiele M-V gehört, fanden sich 18000 Besucher ein.

„La Traviata“, die Verdi-Oper bei den diesjährigen Schlossfestspielen in Schwerin, sahen und hörten 28000 Interessierte. Zum Musical „Hello Dolly“ der Schloßgarten-Festspiele 2015 in Neustrelitz kamen 12000 Zuschauer. 5000 Kultur-Liebhaber waren vn den Jedermann-Festspielen in der Sankt-Georgen-Kirche in Wismar begeistert.

Einen Besucher-Rekord verzeichnete das „Piraten Open Air“ in Grevesmühlen mit 60000 Gästen – ebenso wie die Störtebeker-Festspiele in Ralswiek auf Rügen mit 357000 Zuschauern. Eine neue Bestmarke stellten auch die Vorstellungen der Müritz-Saga in Waren/Müritz auf: 18500 Saga-Interessierte kamen zu den Aufführungen.

Bereits am 29.August feierten auch die Open-Airs der Vorpommerschen Landesbühne „Vineta-Der Tag des Königs“ in Zinnowitz, „Sonnenallee“ auf der Usedomer Hafenbühne und „Die vier Musketiere“ im Barther Theater Garten ihre letzten ausnahmslos ausverkauften Vorstellungen.

Mit einem vorläufigen Gesamtergebnis der drei Open-Airs von 33 500 Zuschauern ist die Vorpommersche Landesbühne dabei sehr zufrieden. Vom Geheimtipp zum absoluter Publikumsrenner hat sich die Usedomer Hafenbühne entwickelt, deren besonderes künstlerisches Markenzeichen leicht ostalgischer Humor und viel Musik ist.

Die diesjährige Geschichte „Sonnenallee“ übertraf mit 13 000 Zuschauern alle Erwartungen. Zufrieden ist die Landesbühne auch mit Resonanz auf die Inszenierung „Die vier Musketiere“ im Barther Theater Garten.

Der kulturell-maritime Höhepunkt im Sommer war zweifellos auch die 25.Hanse Sail in Rostock.

In M-V pulsiert die Kultur – insbesondere im Sommer 2015.

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Hoffentlich bleibt das auch in Zukunft so! Allein Diskussionen über Etat-Kürzungen und über eine vermeintliche „Verbesserung der Effektivität“ bei gleichzeitiger „Personal-Freisetzung“ schaden dem Kultur-Standort M-V. Kultur wird monetär nie profitabel sein – dafür um so profitabler in geistiger und charakterlicher Hinsicht.

Jetzt „ruft“ bereits die Spielzeit 2015/16 an den einzelnen Theatern in M-V. Am 12.September gibt es die Schauspiel-Premiere „Die lächerliche Finsternis“ im E-Werk des Mecklenburgischen Staatstheaters in Schwerin. Sechs Tage später, am 18.September, folgt die Ballett-Premiere „Der Widerspenstigen Zähmung“ am Großen Haus des Mecklenburgischen Staatstheaters.

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Im Volkstheater Rostock wird hingegen am 13.September zum ersten Philharmonischen Konzert geladen. Ein Highlight wird am 7.November zweifellos auch der Gastauftritt der „Celtic Angels“ im Theater Wismar, die dann die Magie der keltischen Kultur künstlerisch vermitteln werden. Und auch an den anderen Theatern in M-V, ob in Parchim, Neustrelitz, in Stralsund, in Greifswald, in Anklam, in Zinnowitz, auf Rügen und und und wird es eine spannende Spielzeit 2015/16 geben!

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Zudem steht auch der „Lese-Herbst“ in M-V im Fokus, denn in verschiedenen Städten werden wieder die traditionellen „Literaturtage“ zwischen September und November veranstaltet. Zu den literarischen Gästen in M-V gehören unter anderem Linda Zervakis (Lesungen am 27.Oktober in Wismar und am 28.Oktober in Rostock), Leslie Malton (Lesung am 20.Oktober in Rostock und am 21.Oktober in Wismar), Helmuth Karasek (Lesung am 23.September in Rostock), und viele andere mehr.

Marko Michels

Fotos/Michels:

1.Mecklenburgisches Staatstheater/Schwerin. / 2.Staatliches Museum/Schwerin. / Blick zum E-Werk in Schwerin. / Theater „Blechbüchse“ in Zinnowitz.