Zukunftsfähige Sanierungen, barrierearmer Umbau und sozialer Wohnungsbau sind Förderschwerpunkte


Das Wohnraumförderprogramm Mecklenburg-Vorpommern 2016 ist in Kraft getreten. „Wir wollen insbesondere für Familien mit Kindern, für die wachsende Zahl älterer Menschen und für benachteiligte Haushalte den Wohnungsbestand im Land nachfragegerecht gestalten. Mit dem neuen Landesprogramm führen wir die bewährten Schwerpunktsetzungen zu zukunftsfähigen Sanierungen fort. Gleichzeitig greifen wir neue, wichtige Aspekte auf, wie beispielsweise die Unterstützung des Neubaus von sozialen Mietwohnungen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe.

Mehr als 29 Millionen Euro für Sanierungen, barrierearmen Umbau und sozialen Wohnungsneubau in Mecklenburg-Vorpommern

Veranschlagt ist 2016 ein Programmvolumen in Höhe von 29,572 Millionen Euro. Insgesamt können fünf Millionen Euro als Förderdarlehen und 24,572 Millionen Euro als Zuschüsse bereitgestellt werden, davon vier Millionen Euro für das Aufzugsprogramm und 20,572 Millionen Euro zusätzliche Kompensationsmittel des Bundes für das Wohnraumertüchtigungs- und Neubauprogramm. Antragsstellung ist ab sofort möglich.

„Es bedarf vielerorts weiterer Modernisierungen und energetischer Verbesserungen, um den Wohnungsbestand zukunftsfähig zu machen. Das Wohnraumförderprogramm bietet umfassende Unterstützungsmöglichkeiten für unterschiedliche bauliche Erfordernisse, beispielsweise wenn die gewohnten vier Wände neuen Bedürfnissen angepasst werden müssen, etwa bei Familienzuwachs oder Mobilitätseinschränkungen“, sagte Glawe.

Vier Förderschwerpunkte im Landesprogramm Wohnraumförderung 2016

Neu ist ein Sonderprogramm zur Gewährung von Zuschüssen für den sozialen Wohnungsneubau. Ziel ist es, in Ober-, Mittel- und Grundzentren, welche Wohnungsleerstände unter vier Prozent aufweisen, die Entwicklung angespannter Wohnungsmärkte zu vermeiden. Um belegungsgebundene Wohnungen mit tragbaren Wohnkosten für Haushalte zu schaffen, die sich auf dem Markt nicht angemessen mit Wohnraum versorgen können, stehen 12,572 Millionen Euro bereit.

Einen weiteren Förderschwerpunkt bildet das gemeinsam mit den Vertretern der „Allianz für das Wohnen mit Zukunft in Mecklenburg-Vorpommern“ und dem Wirtschafts- und Bauministerium entwickelte Programm zur Ertüchtigung von Wohnraum für benachteiligte Haushalte. Gefördert wird die Instandsetzung von leer stehenden Miet- und Genossenschaftswohnungen, um diese zur Sicherung der Wohnraumversorgung nutzbar zu machen. Hierfür und für Maßnahmen der sozialen Wohnraumförderung stehen acht Millionen Euro Zuschüsse zur Verfügung.

Im Landesprogramm „Personenaufzüge und Lifte, barrierearmes Wohnen“ stehen insgesamt vier Millionen Euro zur Verfügung. Davon werden 3,6 Millionen Euro zur Förderung der Nachrüstung von Personenaufzügen und Liften an Gebäuden mit Miet- und Genossenschaftswohnungen eingesetzt. Weitere 0,4 Millionen Euro Zuschüsse können für die Umsetzung barrierearmer Wohnraumanpassungen im selbst genutzten Wohneigentum eingesetzt werden.

Als vierter Schwerpunkt wird die laufende Modernisierungs- und Instandsetzungsförderung mit insgesamt fünf Millionen Euro zinsgünstiger Förderdarlehen fortgesetzt. Die Förderung zielt insbesondere auf die qualitative Verbesserung des Bestandes insbesondere in innerstädtischen Altbauquartieren und in Stadtumbaugebieten sowie auf barrierefreie und barrierearme Bestandsanpassungen. „Wir fördern ein breites Spektrum an Maßnahmen, die privaten Wohneigentümern und Wohnungsgesellschaften zur Verfügung stehen. Die langjährige Wohnraumförderung hat zu einer stabilien Basis für attraktives Leben und Wohnen in Mecklenburg-Vorpommern geführt“, sagte Glawe.

Weiterführende Informationen im Internet

Das Landesprogramm Wohnraumförderung steht zum Download auf den Internetseiten des Ministeriums für Wirtschaft, Bau und Tourismus unter www.wm.mv-regierung.de (Homepage – Punkt: „Themen“ – „Bau“- „Wohnraumförderung“).

Weitere Informationen, Beratung und Antragsunterlagen sind beim Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern (LFI) erhältlich. Kontakt: Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern, Postfach 160255, 19092 Schwerin, info@lfi-mv.de; www.lfi-mv.de.

Pressemitteilung / Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus M-V